Ultraschall - Untersuchung bei Schwangeren

 

Der Ultraschall bei Schwangeren ist ein Verfahren mit bildlicher Darstellung durch Ultraschallwellen, das im Rahmen der Schwangerenvorsorge eingesetzt wird. Mit ihrer Hilfe kann man den Fötus (Kind), den Muttermund und die Eierstöcke betrachten.

 

Wie funktioniert die Ultraschall - Untersuchung bei Schwangeren?

Die Sonographie in der Schwangerschaft beruht auf dem gleichen Prinzip wie jeder Ultraschall.

Die Untersuchung erfolgt bei Schwangeren entweder über den Bauch (Abdominalsonographie) oder über die Scheide (Vaginalsonographie). Zur Vaginalsonographie wird eine dünne Ultraschallsonde in die Scheide eingeführt. Mit dieser Methode sind der Muttermund und die Eierstöcke sehr gut zu beurteilen.

 

Wozu dient die Ultraschall - Untersuchung in der Schwangerschaft?

Folgendes kann der Arzt mit Hilfe der Sonographie betrachten:

·           Die Fruchtblase schon ab der 4. Schwangerschaftswoche.

·           Den Embryo etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche

·            Herzaktionen des Kindes etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche

·            Embryonale Bewegungen ab der 6. bis 7. Schwangerschaftswoche

·           Über eine frühe Ultraschall - Untersuchung bis zur 14. Schwangerschaftswoche kann

anhand der Vermessung des Embryos und der Fruchtblase (Ultraschallbiometrie) das

 tatsächliche Schwangerschaftsalter sehr genau ermittelt werden. Im Vergleich zur

 Berechnung des Geburtstermins anhand der letzten Regelblutung ist die

 Vermessung des Kindes mit Ultraschall genauer.

·           Eine gestörte Fruchtanlage: Diese sollte der Arzt in den ersten drei

Schwangerschaftsmonaten ausschließen können.

·                    Mehrlings - Schwangerschaften, bereits in der Frühschwangerschaft feststellbar  

·                 Kindliche Fehlbildungen: Diese können in der ab der 12. SSW und besonders gut in  der

19. bis 22. Schwangerschaftswoche erkannt bzw. ausgeschlossen werden

·             Die zeitgerechte kindliche Entwicklung sowie die Kindslage und die Lage des

             Mutterkuchens (Plazenta) in der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche

 

Im Rahmen der Schwangerenvorsorge sehen die Mutterschaftsrichtlinien in Deutschland drei Routine - Untersuchungen vor:

·           In der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche

·           In der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche

·           In der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche

 

Wie verläuft eine Ultraschall - Untersuchung in der Schwangerschaft?

In der frühen Schwangerschaft, also vor der 12. Schwangerschaftswoche, erhält man die besten Untersuchungsergebnisse durch die Vaginalsonographie. Dabei wird die Ultraschallsonde in die Scheide eingeführt. Auch wenn der Embryo nur wenige Millimetern groß ist, ist er erkennbar.

Im späteren Verlauf der Schwangerschaft wird Ultraschalldiagnostik über den Bauch fortgesetzt.

Die Schwangere liegt dabei bequem auf dem Rücken. Es wird etwas Gel auf die Bauchhaut aufgetragen. Sie können dabei die Untersuchung auf dem Bildschirm mitverfolgen.

 

Welche Komplikationen können bei der Untersuchung auftreten?

Da keine gefährlichen Strahlen ausgesendet werden, ist der Ultraschall - im vernünftigem Ausmaß betrieben - risikolos.